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Unsere Projekte 2017-11-22T09:52:35+00:00

Bereits beendete Projekte

Sommertheaterfestival „Junges Theater“ (2013 und 2014)
Treffen von Schüler – und Jugendtheatergruppen vor den Sommerferien, sie zeigen sich und der interessierten Öffentlichkeit im Kulturhaus LYZ auf der großen Bühne Ausschnitte aus ihren diesjährigen Produktionen. – wird fortgeführt
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Hiphopcamp Bluebox
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Das Projekt lief in Kooperation mit dem Jugendzentrum Bluebox und wurde gefördert durch „Kulturrücksack NRW“.

Stolpersteine
Überall in Siegen liegen im Bürgersteig messingfarbene Pflastersteine mit den Lebensdaten und dem Sterbeort von aus Siegen während der Zeit des Nationalsozialismus deportierten, meistens jüdischen Mitbürgern. Wir haben uns vorgenommen, einigen Personen hinter diesen Steinen ein Gesicht zu geben. In unserem Projekt „Stolpersteine“ wollen wir anhand zweier Lebensläufe zweier junger Frauen aus Siegen mit jüdischen Wurzeln gemeinsam ein Theaterstück über Geschichte der Verfolgung und Deportation während der NS-Diktatur im Kreis Siegen-Wittgenstein erarbeiten.  Zugleich wollen wir über Kontakt zu Zeitzeugen die Chance nutzen, uns anhand von regionalen Quellen und Erzählungen ein mehrdimensionales Bild vom Leben Jugendlicher in unserer Region vor 70 Jahren zu erarbeiten. Aufführung von ersten Szenen während des Gedenktages an den Bombenangriff auf Siegen am 16.12.2014 in den Räumen des Aktiven Museums (Bunkeranlage, auf dem Grundstück der ehemaligen Synagoge). Geplant ist ein Theaterstück von Jugendlichen für Jugendliche und Erwachsene bis zum Sommer 2015 zu entwickeln.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem „Aktiven Museum Siegerland e.V.“, gefördert durch „Toleranz fördern-Kompetenz stärken“. Die Jugendlichen kamen aus dem Umfeld des Jugendzentrums Bluebox, das auch die Schirmherrschaft über die in Siegen verlegten Stolpersteine innehat.

Unheimliche Heimat – Stolpersteine der Erinnerung
Sirenengeheul, Bomber im Anflug. Familie Krämer sitzt im Bunker. Die Tochter hält einen Kuchenteller in den Händen. „Können wir jetzt Geburtstag feiern?“, fragt sie, als Entwarnung gegeben wird.
Es geht um ganz normale Siegener Familien, die wirklich hier gelebt haben – vor allem um die Hochmanns und die Franks. Deren Alltag ändert sich gerade Stück für Stück, denn sie sind Juden. Die fünfzehnjährige Betty Hochmann will nach Palästina. Aber ihre Eltern sind dagegen. Auch Inge Frank ist fünfzehn. Zuerst rücken nur ihre Mitschülerinnen von ihr ab, dann darf sie auf einmal gar nicht mehr in die Schule gehen. Auch bei der Laientheatergruppe fliegt sie raus. In einer bösen Nacht brennt die Synagoge. Vater und Bruder werden verhaftet, die Mutter wird gezwungen, das bisher gut laufende Geschäft zu verkaufen. Fliehen oder Bleiben? Eine Schicksalhafte Entscheidung. Für eine der beiden Mädchen wird sie das Ende bedeuten….
Das rund zwanzigköpfige Jugendensemble von JungesTheaterSiegen hat sich über zwei Jahre unter der Spielleitung des Theaterpädagogen Lars Dettmer mit der NS-Zeit in ihrer Heimatstadt Siegen auseinander-gesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Verein für christlich-Jüdische Zusammenarbeit und dem Aktiven Museum Südwestfalen, haben die Jugendlichen recherchiert, gelesen, Interviews mit Zeitzeugen geführt und aus dem so erhaltenen Material Szenen improvisiert und geschrieben. Diese wurden von Peer Ball dramaturgisch bearbeitet und zusammengefasst. So entstand das Theaterstück „Unheimliche Heimat – Stolpersteine der Erinnerung“, welches bisher über 2000 Zuschauern, darunter vielen Schülerinnen und Schülern, Lebensläufe von Jugendlichen im Siegerland zur Zeit des NS in Form einer emotional berührenden Spielhandlung näher brachte.

Kindersoldaten
Zusammen mit dreizehn Jugendlichen im Alter von 13 – 22 Jahren unter der Leitung des Theaterpädagogen BuT® & Regisseur Lars Dettmer hat der Verein JungesTheaterSiegen e.V. mit der Unterstützung von der Kindernothilfe e.V., der Jugendbegegnungsstätte Kreuztal, der Clara-Schumann-Gesamtschule, Kreuztal und Engagement Global ein Theaterprojekt zum Thema Kindersoldaten erarbeitet.
Weltweit gibt es etwa 250.000 Kinder die als Soldaten missbraucht werden. Ob von ihren eigenen Regierungen oder paramilitärischen Gruppen. Entführungen, Schläge, Vergewaltigungen und unglaublichste Gräueltaten bestimmen den Alltag dieser Kinder. Unser Stück soll hierüber aufklären. In zweiundzwanzig Szenen zeigen die jungen Akteure Bilder, die aufrütteln sollen. Zeigen Opfer und Täter, die manchmal nicht klar voneinander zu trennen sind. Aber sie zeigen auch die Arbeit von Reintegrationszentren, kleine Lichtblicke und Menschlichkeit in einer menschen- bzw. kinderfeindlichen Umwelt.
Wir wollen Schülerinnen und Schüler informieren und sensibilisieren über ein Thema, welches unserer Meinung nach viel zu wenig Beachtung in unseren öffentlichen Medien findet. Nicht zuletzt wollen wir dazu anregen selbst tätig zu werden und sich zu informieren
Am 09.02.15 fand die Premiere in der Mensa der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal im Rahmen des RedHandDay statt.
Unterstützt wurde das Projekt von der Kindernothilfe und Engagement Global.
Die Produktion kann gerne angefragt und gebucht werden.

Wo ist woanders 
Vier Jahre spielte das Kinder- und Jugendensemble von JungesTheaterSiegen das Projekt „Wo ist woanders“. Vier erfolgreiche Produktionen mit jeweils 20 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 – 15 Jahren, in denen das „Ohne-Fäden-Land“ und der Marionetten-Ritter Kunibert im Mittelpunkt der Handlung standen.
Das Projekt wurde realisiert in Kooperation mit der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, dem Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. und unterstützt durch die Bundesweite Förderung „Kultur macht stark“.
– wird fortgeführt unter dem Label „TheaterFantastico„.
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Laufende Projekte

Simpel
Simpel heißt eigentlich Barnabé, spielt gern mit Playmobil und spricht mit HaseHase, seinem Stoffhasen. Er sagt: „Hier sind alle total blöd!“, wenn hier alle total blöd sind, und er kann total schnell zählen.
Simpel ist 22, doch mental auf der Stufe eines Dreijährigen, an guten Tagen dreieinhalb. Gut, dass sich Colbert, sein 17-jähriger Bruder, um ihn kümmert. Aber Simpel zu betreuen ist alles andere als simpel. Als Colbert die Chance bekommt, in Paris sein Abi zu machen, zieht er mit seinem Bruder in eine Pariser WG …
Das neue Stück von JungesTheaterSiegen ist eine witzige und warmherzige Inszenierung des gleichnamigen Romans der Französin Marie-Aude Murails, der 2008 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde.
Das Stück, welches bereits sehr erfolgreich Premiere im Kulturhaus Lyz feierte, kann sehr gerne angefragt und gebucht werden.

Das Projekt wurde gefördert durch die AktionMensch.

Goldmenschen – (K)ein Stück vergessen
Herr Wangemann spielt gerne Mensch-ärgere-Dich-nicht wenn niemand schummelt. Leider vergisst er oft die Regeln. Frau Fries möchte nach Hause, dabei ist sie längst da. Helen hat ihren ersten Praktikumstag. Schwester Katharina versucht zu helfen wo sie kann. Sie alle leben und arbeiten in einer Einrichtung für Demenz erkrankte Menschen. Sie alle erleben täglich Geschichten, wie sie nur das Leben schreibt.
Die neunzehn jungen DarstellerInnen des Jugendensembles von JungesTheaterSiegen haben unter der Spielleitung von Lars Dettmer und Najib El-Chartouni ein Stück erarbeitet, das sich mit dem Vergessen beschäftigt. Mit größtmöglichem Respekt vor den Menschen und denn Thema haben Sie Interviews mit Betroffenen geführt und viel recherchiert. Herausgekommen ist ein Theaterstück welches hoffentlich aufklärt, Ängste nimmt und Hoffnung gibt.
Das Projekt wird gefördert durch „Förderfonds Junge Kultur“ des Kreises Siegen-Wittgenstein und unterstützt durch das „Demenz-Servicezentrum Südwestfalen“.
Die Produktion kann gerne angefragt und gebucht werden.

Netzwerk Schultheater Siegerland
Treffpunkt für Theaterpädagogen der Region, die sich über selbst gewählte Themen und ihre Projekte austauschen (besprochene Ziele: Fortbildung für Theaterpädagogen in die Region holen, Kinder- und Jugendtheaterfestivals und Workshops auf die Beine stellen, sich gegenseitig technische und andere Hilfen leisten und einen Fundus aufbauen)

Zurzeit in Produktion

Tränenspiele – Ein Märchen, wie von Kinderhand gemacht
Es war einmal und das ist gar nicht lange her, in einem Land nicht weit von hier, da regiert der weise König West. Und wo man ihn auch sah, sprach man von seiner großen Liebe für die Kinder.
Ein Märchen. Mit Prinzessinnen und Prinzen, Narren, Feen und einem weisen König nebst Königin. Jedes Kind kennt die Geschichten der Gebrüder Grimm. Das Aschenputtel, Schneewittchen, Rotkäppchen oder Hänsel und Gretel. Hier spielen oft Kinder eine große Rollen, retten die Großmutter, entkommen der bösen Hexe oder einer fiesen Stiefmutter. Sie sind Helden und Heldinnen, die der Ungerechtigkeit trotzen und – nicht selten – ums eigene Überleben kämpfen müssen.
Wie viele Märchen der Gebrüder Grimm hat auch unser Stück „Tränenspiele“ einen wahren Kern. Die fünfzehn Kinder und Jugendlichen des Jugendensembles (12 – 24 Jahre) arbeiten fieberhaft unter der Leitung von Lars Dettmer an ihrem neuen Projekt. Aufgrund von viel Recherche und Improvisation entsteht zur Zeit ein Stück, welches sich auf märchenhafte Weise dem Thema Kinderarbeit annimmt. Auch wenn dieses Märchen nicht unbedingt für Kinder ist.
Unterstützt wird das Projekt von der Kindernothilfe und Engagement Global.